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Zero Trust vs. VPN: 7 wichtige Unterschiede und wie Sie die richtige Wahl treffen

  • 8 minutes to read

Inhaltsverzeichnis

    Einführung von Zero Trust und VPN

    Zero Trust konzentriert sich auf die Überprüfung jedes Zugriffsversuchs auf spezifische Ressourcen und geht von keinem inhärenten Vertrauen aus. VPNs hingegen gewähren nach einer einmaligen Authentifizierung umfassenden Netzwerkzugriff und schaffen so einen „vertrauenswürdigen Tunnel“, der im Falle einer Kompromittierung weniger sicher sein kann. Zero Trust nutzt identitäts- und kontextbasierte Zugriffskontrolle für spezifische Anwendungen und bietet dadurch höhere Sicherheit und eine detailliertere Steuerung. VPNs hingegen bieten verschlüsselten Netzwerkzugriff, der Risiken birgt, wenn kompromittierte Zugangsdaten zu einer weitreichenden lateralen Ausbreitung im Netzwerk führen.

    Zu den wichtigsten Unterschieden gehören:

    • Vertrauensmodell: Zero Trust basiert auf dem Prinzip „Vertrauen ist besser als Nachsicht“, während VPNs auf dem Prinzip „Vertrauen ist besser als Nachsicht“ basieren.
    • Zugriffsgranularität: Zero Trust ermöglicht den Zugriff auf bestimmte Anwendungen, während VPNs einen umfassenden Zugriff auf das gesamte Netzwerk gewähren.
    • Sicherheitsfokus: Zero Trust überprüft Identität, Gerät und Kontext kontinuierlich, während VPNs sich auf die Verschlüsselung der Verbindung und der übertragenen Daten konzentrieren.
    • Anwendungsfall: Zero Trust ist eine bessere Lösung für moderne, verteilte Arbeitsgruppen, Cloud-Umgebungen und Organisationen, die Wert auf detaillierte Sicherheit legen. VPNs sind zwar weiterhin für den grundlegenden, breiten Netzwerkzugriff nützlich, bieten aber weniger Schutz vor komplexen Bedrohungen.

    Zero Trust / ZTNA vs. VPN: Die wichtigsten Unterschiede

    1. Vertrauensmodell

    VPNs basieren auf einem perimeterzentrierten Sicherheitsmodell, bei dem Benutzer außerhalb des Netzwerks eine sichere Verbindung über einen Tunnel herstellen müssen, um Zugriff zu erhalten. Nach erfolgreicher Authentifizierung gelten die Benutzer als vertrauenswürdig und können sich im Großteil des internen Netzwerks bewegen. Dieses Modell setzt voraus, dass der interne Datenverkehr sicher ist. Dies wird jedoch problematisch, wenn ein Angreifer durch gestohlene Zugangsdaten oder kompromittierte Geräte Zugriff auf das VPN erlangt, da er dadurch weitreichendes Vertrauen und uneingeschränkte Sichtbarkeit erlangt.

    ZTNA revolutioniert dieses Modell. Es behandelt jeden Verbindungsversuch als potenziell feindselig, unabhängig davon, ob er innerhalb oder außerhalb der Organisation erfolgt. Vertrauen wird niemals vorausgesetzt. Jede Anfrage wird in Echtzeit anhand mehrerer Faktoren bewertet, darunter Benutzeridentität, Gerätestatus, Zugriffszeitpunkt und Verhalten. Dieser Ansatz verhindert das implizite Vertrauen, das VPNs gewähren, und macht ZTNA dadurch widerstandsfähiger gegen Insider-Bedrohungen und kompromittierte Endpunkte.

    2. Zugriffsgranularität

    VPNs ermöglichen einen grobgranularen Zugriff, indem sie Benutzer mit ganzen Netzwerksegmenten verbinden. So kann beispielsweise ein Mitarbeiter im Homeoffice, der ein VPN nutzt, auf ein komplettes Subnetz mit mehreren Servern und Anwendungen zugreifen, selbst wenn er nur einen davon benötigt. Diese übermäßige Bereitstellung erhöht das Risiko lateraler Ausbreitung und ermöglicht es Angreifern oder Schadsoftware, sich zwischen Systemen zu bewegen, sobald sie Zugriff erlangt haben.

    ZTNA setzt eine fein abgestufte, rollenbasierte Zugriffskontrolle (RBAC) durch. Benutzer erhalten nur Zugriff auf bestimmte Anwendungen oder Dienste, für deren Nutzung sie explizit autorisiert wurden. Jede Zugriffsentscheidung berücksichtigt Richtlinien, die die Benutzerrolle, den Sicherheitsstatus des Geräts und Kontextfaktoren wie Tageszeit oder geografischen Standort umfassen können. Diese strikte Segmentierung minimiert das Risiko erheblich und entspricht dem Prinzip der minimalen Berechtigungen.

    3. Authentifizierung und Autorisierung

    VPNs verwenden typischerweise eine einmalige Authentifizierung beim Sitzungsstart. Diese kann zwar starke Methoden wie Zertifikate oder Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) umfassen, doch sobald eine Sitzung aktiv ist, findet in der Regel keine erneute Überprüfung statt. Ändert sich der Kontext des Nutzers (z. B. wenn das Gerät kompromittiert wird oder der Nutzer das Netzwerk wechselt), wird die Sitzung oft ohne Unterbrechung fortgesetzt.

    ZTNA integriert identitätsbasierte Authentifizierung und kontinuierliche Autorisierung. Der Zugriff wird erst nach Überprüfung mehrerer Faktoren gewährt, darunter die Identität (per SSO oder Federation), der Gerätestatus (mithilfe von Endpoint-Security-Tools) und die Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien. Der Zugriff wird während einer Sitzung kontinuierlich überprüft. Ändern sich die Risikobedingungen (z. B. wenn ein Gerät nicht mehr den Richtlinien entspricht), kann die Sitzung beendet oder eine erneute Authentifizierung angefordert werden.

    4. Transparenz und Überwachung

    VPNs bieten oft nur eingeschränkte Transparenz. Netzwerkadministratoren können zwar sehen, wann sich ein Benutzer verbindet und welche IP-Adresse er verwendet, aber sie sehen möglicherweise nicht, auf welche spezifischen Anwendungen oder Daten zugegriffen wird. VPNs liefern in der Regel keine Sitzungsprotokolle oder Kontextmetadaten zur Benutzeraktivität.

    ZTNA bietet deutlich umfassendere Transparenz und Auditierungsfunktionen. Da der Zugriff anwendungsspezifisch ist, wird jede Verbindung mit Metadaten wie Benutzeridentität, Gerätestatus, angeforderter Ressource und Zugriffszeit protokolliert. Sicherheitsteams können diese Protokolle analysieren, um ungewöhnliches Verhalten zu erkennen, beispielsweise Zugriffe von unerwarteten Standorten oder Zugriffsversuche auf nicht autorisierte Ressourcen.

    5. Leistung

    VPNs nutzen typischerweise zentrale Konzentratoren oder Gateways, über die der gesamte Datenverkehr geleitet werden muss. Wenn viele Benutzer gleichzeitig verbunden sind oder der Datenverkehr über diese zentralen Punkte zu Cloud-Ressourcen geleitet werden muss, leidet die Leistung. Die Latenz steigt, insbesondere in globalen Organisationen, und die Skalierung erfordert erhebliche Investitionen in die Infrastruktur.

    ZTNA nutzt eine verteilte Architektur, bei der sich Benutzer direkt mit Anwendungsgateways verbinden, die häufig in Benutzernähe oder in Cloud-Umgebungen bereitgestellt werden. Dies ermöglicht eine lokale Aufteilung des Datenverkehrs und vermeidet die Notwendigkeit, den gesamten Datenverkehr über ein zentrales Rechenzentrum zu leiten. Das Ergebnis sind geringere Latenzzeiten, höhere Zuverlässigkeit und eine bessere Benutzererfahrung, insbesondere für SaaS- oder Public-Cloud-Anwendungen.

    6. Komplexität der Implementierung

    VPNs sind eine gängige Technologie und für einfache Anwendungsfälle relativ leicht einzurichten. Mit zunehmender Größe von Unternehmen, der Verwaltung von Hybrid- oder Multi-Cloud-Umgebungen oder der Durchsetzung differenzierterer Zugriffskontrollen wird die VPN-Konfiguration jedoch komplexer. Die Verwaltung von Zugriffslisten, IP-Konflikten, Routing-Problemen und Firewall-Regeln an verschiedenen Standorten verursacht zusätzlichen Aufwand und erhöht das Risiko von Fehlkonfigurationen.

    ZTNA ist anfangs komplexer zu implementieren, da die Integration mit Identitätsanbietern, Endpoint-Management-Plattformen und Sicherheitstools erforderlich ist. Richtlinien müssen sorgfältig anhand von Benutzerrollen, Anwendungen und Geschäftsanforderungen definiert werden. Nach der Implementierung zentralisiert ZTNA jedoch die Steuerung und das Richtlinienmanagement und vereinfacht so den langfristigen Betrieb. Änderungen können dynamisch vorgenommen werden, und die Automatisierung trägt zur Reduzierung menschlicher Fehler bei.

    7. Kosten

    VPNs weisen in der Regel niedrigere Anschaffungskosten auf, da sie die bestehende Netzwerkinfrastruktur nutzen und häufig mit Firewall-Appliances gebündelt werden. Die laufenden Betriebskosten können jedoch aufgrund von Wartung, Hardware-Aktualisierungen, Lizenzen für gleichzeitige Nutzer und der Notwendigkeit, die Infrastruktur zur Bewältigung von Lastspitzen zu skalieren, steigen.

    ZTNA-Lösungen sind oft mit höheren anfänglichen Lizenz- und Integrationskosten verbunden. Da sie jedoch in der Regel Cloud-nativ sind und elastisch skalieren, reduzieren sie den Infrastrukturaufwand. ZTNA kann zudem Kosten im Zusammenhang mit der Behebung von Sicherheitsvorfällen, der Netzwerkkomplexität und der manuellen Konfiguration senken. Langfristig können die betriebliche und sicherheitstechnische Effizienz die anfängliche Investition übersteigen.

    Tipps vom Experten

    Steve Moore

    Steve Moore ist Vice President und Chief Security Strategist bei Exabeam. Er entwickelt Lösungen zur Bedrohungserkennung und berät Kunden zu Sicherheitsprogrammen und der Reaktion auf Sicherheitsverletzungen. Er ist Moderator des „The New CISO Podcast“, Mitglied des Forbes Tech Council und Mitbegründer von TEN18 bei Exabeam.

    Tipps vom Experten:

    Meiner Erfahrung nach können Ihnen folgende Tipps helfen, den Übergang von VPNs zu Zero Trust zu erleichtern oder Ihre bestehende Zero-Trust-Strategie zu optimieren:

    1. Führen Sie Mikrosegmentierung parallel zu ZTNA ein: Gehen Sie über den Zugriff auf Anwendungsebene hinaus, indem Sie die Mikrosegmentierung auf Netzwerkebene in interne Umgebungen integrieren. Dies kontrolliert den Ost-West-Verkehr auch nach der ZTNA-Authentifizierung und begrenzt die laterale Bewegung zwischen Workloads in Cloud- und Rechenzentrumsumgebungen.
    2. Integrieren Sie Verhaltensanalysen für eine adaptive Zugriffskontrolle: Kombinieren Sie ZTNA mit UEBA (User and Entity Behavior Analytics), um subtile Anomalien im Nutzerverhalten im Zeitverlauf zu erkennen. Dies ermöglicht den Übergang von binären Zugriffsentscheidungen zu einer adaptiven Vertrauensbewertung und somit präventive Zugriffsbeschränkungen vor einem vollständigen Kompromittierungsfall.
    3. Verwenden Sie für ZTNA-Verbindungen temporäre Anmeldeinformationen: Vermeiden Sie statische API-Token oder langlebige Session-Cookies. Nutzen Sie stattdessen temporäre, zeitlich begrenzte Token, die dynamisch pro Anfrage/Sitzung ausgestellt werden, um den Wert gestohlener Anmeldeinformationen zu minimieren.
    4. Automatisierte Richtlinienaktualisierungen über CI/CD-Pipelines: In großen Umgebungen ist die manuelle Richtlinienverwaltung nicht mehr praktikabel. Integrieren Sie ZTNA-Richtlinienaktualisierungen in CI/CD-Pipelines, sodass Änderungen an Anwendungen oder der Infrastruktur automatisch entsprechende Anpassungen der Zugriffskontrolle auslösen.
    5. Richten Sie einen ZTNA-Kill-Switch für Hochrisikoszenarien ein: Implementieren Sie schnelle Eindämmungsmechanismen, die den Zugriff auf mehreren Ebenen (Benutzer, Gerät, App, Standort) sofort widerrufen, sobald ein Kompromittierungsverdacht besteht. Integrieren Sie diese Mechanismen in Ihr SIEM/ SOAR, um dies anhand von Echtzeitwarnungen auszulösen.

    VPN-Vor- und Nachteile

    VPNs sind seit Jahrzehnten ein Eckpfeiler sicherer Fernverbindungen. Sie bieten verschlüsselte Tunnel zwischen Benutzern und dem Unternehmensnetzwerk, doch ihr breites Zugriffsmodell und die Abhängigkeit von einer zentralisierten Infrastruktur stellen Unternehmen vor Herausforderungen, wenn diese wachsen oder in Cloud-Umgebungen migrieren.

    Pros:

    • Einfache und vertraute Technologie mit ausgereiften Standards und breiter Herstellerunterstützung
    • Bietet eine starke Verschlüsselung für Daten während der Übertragung
    • Ermöglicht den Fernzugriff auf lokale Ressourcen mit minimalem Einrichtungsaufwand.
    • Funktioniert auf den meisten Geräten und Betriebssystemen.
    • Kostengünstige Erstimplementierung unter Nutzung der bestehenden Infrastruktur

    Cons:

    • Erweitert den internen Netzwerkperimeter und erhöht so die Anfälligkeit für seitliche Bewegungen.
    • Gewährt umfassenden Netzwerkzugriff anstelle von Anwendungszugriff
    • Die Leistung verschlechtert sich bei hoher Last oder wenn der Datenverkehr über zentrale Gateways geleitet wird.
    • Schwierig, in verteilten oder Cloud-Umgebungen effizient zu skalieren
    • Eingeschränkte Transparenz hinsichtlich Benutzeraktivitäten und Zugriffsmustern auf Anwendungsebene
    • Die Konfigurationskomplexität steigt bei hybriden oder standortübergreifenden Netzwerken.

    Vor- und Nachteile von Zero Trust

    Zero-Trust- und ZTNA-Lösungen bieten einen moderneren, identitätsbasierten Ansatz für die Zugriffskontrolle. Sie minimieren implizites Vertrauen und gewähren Anwendungen nur den minimal erforderlichen Zugriff, wodurch Sicherheit und Verwaltbarkeit in verteilten und Cloud-basierten Umgebungen verbessert werden.

    Pros:

    • Erzwingt das Prinzip der minimalen Berechtigungen und anwendungsspezifischen Zugriff, um die Angriffsfläche zu reduzieren.
    • Überprüft kontinuierlich die Benutzeridentität, die Geräteposition und den Kontext.
    • Bietet detaillierte Transparenz und Protokollierung der Benutzer- und Anwendungsaktivitäten
    • Lässt sich problemlos in Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen skalieren.
    • Verbessert die Benutzererfahrung durch direkte, optimierte Verbindungen zu Ressourcen
    • Verringert das Risiko von Datenschutzverletzungen und Insiderbedrohungen durch dynamische Richtliniendurchsetzung

    Cons:

    • Höherer anfänglicher Einrichtungsaufwand und höhere Integrationsanforderungen
    • Abhängig von ausgereiften Identitäts- und Geräteverwaltungssystemen
    • Die Definition und Pflege von Richtlinien erfordert eine sorgfältige Planung.
    • Dies kann eine Neugestaltung bestehender Netzwerk- oder Anwendungszugriffsmodelle erfordern.
    • Die Lizenz- und Abonnementkosten können anfangs höher sein als bei herkömmlichen VPNs.

    Verwandte Inhalte: Lesen Sie unseren Leitfaden zurZero-Trust-Architektur

    VPN vs. Zero Trust: Wie wählt man das richtige aus?

    Bei der Wahl zwischen VPN und Zero Trust (ZTNA) hängt der richtige Ansatz von der Infrastruktur, dem Sicherheitsniveau und der langfristigen Strategie Ihres Unternehmens ab. Beide ermöglichen den Fernzugriff, unterscheiden sich jedoch grundlegend in Architektur und Sicherheitsphilosophie.

    1. Sicherheitsanforderungen bewerten

    Wenn Ihr Hauptbedarf darin besteht, Remote-Mitarbeitern eine schnelle und sichere Verbindung zu internen Ressourcen zu ermöglichen, können VPNs die grundlegenden Anforderungen erfüllen. Steht jedoch Sicherheit an erster Stelle, insbesondere im Hinblick auf den Schutz vor Zugangsdatendiebstahl, lateraler Ausbreitung und Insiderbedrohungen, ist ZTNA die bessere Wahl. Es setzt das Prinzip der minimalen Berechtigungen durch und validiert Benutzer und Geräte kontinuierlich.

    2. Anwendungs- und Infrastrukturlandschaft berücksichtigen

    VPNs eignen sich am besten für Umgebungen mit überwiegend lokalen Anwendungen und statischen Netzwerkgrenzen. Für Unternehmen, die auf SaaS-, IaaS- oder Hybridarchitekturen umgestiegen sind, können VPNs aufgrund des Datenverkehrs-Backhaulings und der eingeschränkten Skalierbarkeit zu Ineffizienzen führen. ZTNA hingegen, als Cloud-native und anwendungsorientierte Lösung, integriert sich nahtloser in verteilte und Cloud-basierte Umgebungen.

    3. Bewertung der betrieblichen Komplexität und des Managements

    VPNs lassen sich zwar einfacher implementieren, ihre Wartung wird jedoch mit zunehmender Größe der Umgebung aufwendig. Die Verwaltung IP-basierter Zugriffslisten, Routing- und Firewall-Regeln über verschiedene Regionen hinweg verursacht einen zusätzlichen Betriebsaufwand. ZTNA erfordert zwar mehr Planung und Integration im Vorfeld, vereinfacht aber die Richtlinienverwaltung im Laufe der Zeit durch Zentralisierung und Automatisierung.

    4. Leistung und Benutzererfahrung analysieren

    Für global verteilte Nutzer, die auf Cloud- oder SaaS-Anwendungen zugreifen, bietet ZTNA eine bessere Performance durch direkte, optimierte Verbindungen. VPNs können Engpässe verursachen, indem sie den gesamten Datenverkehr über zentrale Gateways leiten.

    5. Kosten und strategischen Wert in Einklang bringen

    VPNs bieten niedrigere Anschaffungskosten, insbesondere wenn das Unternehmen bereits über kompatible Hardware verfügt. Mit zunehmender Mitarbeiterzahl und der Verbreitung hybrider Arbeitsmodelle steigen jedoch die Infrastruktur- und Verwaltungskosten. ZTNA-Lösungen weisen zwar oft höhere Anfangskosten auf, bieten aber langfristig niedrigere Betriebskosten, insbesondere unter Berücksichtigung des reduzierten Sicherheitsrisikos und der vereinfachten Verwaltung.

    6. Planen Sie für die Zukunft

    Für Unternehmen, die ihre Infrastruktur modernisieren oder auf Zero-Trust-Prinzipien umstellen, ist der direkte Übergang zu ZTNA eine strategische Investition. Einige Unternehmen verfolgen ein Hybridmodell, indem sie VPN für bestehende Anwendungen beibehalten und ZTNA schrittweise für Cloud- und SaaS-Workloads einführen, um Unterbrechungen während der Migration zu minimieren.

    VPNs eignen sich weiterhin für kleinere, traditionelle Umgebungen, ZTNA ist jedoch die zukunftsorientierte Wahl für skalierbaren, sicheren und Cloud-fähigen Zugriff. Die Entscheidung sollte sich an der aktuellen Situation Ihres Unternehmens und seinen Zukunftsplänen orientieren.

    Verwandte Inhalte: Lesen Sie unseren Leitfaden zur Zero-Trust-Strategie (in Kürze verfügbar).

    Zero-Trust-Sicherheit mit Exabeam

    Zero Trust und ZTNA verändern die Art und Weise, wie Zugriffe gewährt werden, erklären aber allein nicht, ob die gewährten Zugriffe angemessen oder missbräuchlich verwendet werden. VPNs und ZTNA-Lösungen generieren zwar Zugriffsdaten, diese liegen jedoch oft isoliert von Endpunkt-, Identitäts-, Cloud- und Anwendungsaktivitäten vor. Exabeam konzentriert sich auf die Analyse und Korrelation dieser Signale, um Sicherheitsteams ein umfassenderes Risikoverständnis zu ermöglichen, das über die reine Zugriffsentscheidung hinausgeht.

    Exabeam New-Scale Analytics erfasst Telemetriedaten von ZTNA-Plattformen, VPN-Infrastrukturen, Identitätsanbietern, Endpoint-Tools, Cloud-Diensten und SaaS-Anwendungen. Dadurch können Unternehmen Zugriffsaktivitäten kontextbezogen auswerten, unabhängig davon, ob sich Benutzer während Übergangsphasen über ältere VPNs, moderne ZTNA-Lösungen oder eine Hybridlösung verbinden. Zugriffsereignisse werden in ein einheitliches Verhaltensmodell integriert und nicht in separaten Verbindungsprotokollen gespeichert.

    Die UEBA-Engine nutzt Verhaltensanalysen, um Baselines für Benutzer, Geräte und Dienstkonten über verschiedene Zugriffsmethoden hinweg zu erstellen. Sie identifiziert Abweichungen wie ungewöhnliche Anmeldezeiten, atypische Anwendungsnutzung nach dem Zugriff, ungewöhnliche Datenbewegungen oder rollenfremdes Verhalten. Dies ist besonders wichtig in Zero-Trust-Umgebungen, in denen gültige Zugriffsrechte auch nach der Authentifizierung missbraucht werden können.

    Exabeam korreliert im Rahmen von Untersuchungen ZTNA- oder VPN-Zugriffsereignisse mit nachfolgenden Aktionen wie der Nutzung von Berechtigungen, Änderungen der Cloud-Konfiguration, der Ausführung von Endpunktprozessen und dem Zugriff auf sensible Daten. Diese Ereignisse werden zu beweisgestützten Zeitleisten zusammengeführt, die nicht nur die Zugriffsgewährung, sondern auch die darauffolgenden Ereignisse aufzeigen. Dies verkürzt die Untersuchungszeit und hilft Analysten bei der Beurteilung, ob eine Zugriffssitzung normale Arbeitsvorgänge oder eine potenzielle Sicherheitslücke darstellt.

    Exabeam unterstützt auch operative Entscheidungen bei der Einführung von Zero Trust. Organisationen, die von VPNs auf ZTNA umsteigen, können Verhaltensanalysen nutzen, um risikoreiche Zugriffsmuster zu identifizieren, die Wirksamkeit von Richtlinien zu überprüfen und zu priorisieren, welche Benutzer oder Anwendungen strengere Kontrollen benötigen. Zugriffstelemetrie, angereichert mit Verhaltenskontext, hilft Teams, von statischer Zugriffskontrolle zu kontinuierlicher Risikobewertung überzugehen.

    Exabeam ersetzt weder VPNs noch ZTNA-Plattformen und trifft keine Zugriffsentscheidungen. Es fungiert als Analyse- und Korrelationsschicht, die beide Modelle ergänzt. Durch die Kombination von Zugriffstelemetrie mit Verhaltensanalysen und anderen Sicherheitsdaten bietet Exabeam einen besseren Überblick über die Aktivitäten von Benutzern und Entitäten in Zero-Trust- und Legacy-Umgebungen und unterstützt Unternehmen so bei der Risikominderung und der Modernisierung ihrer Zugriffsstrategien.

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